Der Büro-Bonsai – Wie ich zu meinem Ficus fand

by Danny
Der Büro-Bonsai – Wie ich zu meinem Ficus fand

Damals haben viele meiner Kollegen auf Pflanzen in Büro-Räumen geschworen. Ich für meinen Teil habe damit tatsächlich immer etwas gefremdelt. Die Sache mit dem Sauerstoff und so leuchtete mir zwar ein, aber ich hatte eher die Einstellung, dass ich dazu ebenso gut das Fenster öffnen kann. Pflanzen, die in der Pflege aufwändiger sind als eine Plastik-Blume, waren lange nichts für mich.

Wie dem auch sei, an meinem Beitrag zur Hawaii-Palme habt Ihr vermutlich schon festgestellt, dass meine Einstellung zu Pflanzen heute etwas stärker blüht als damals noch. Und irgendwann habe ich mir für meinen Schreibtisch auch einen natürlichen Kollegen zugelegt – einen kleinen Büro-Bonsai!

Ficus Bonsai – die ideale Zimmerpflanze für den Schreibtisch


Ein Freund meiner Frau hat mich tatsächlich vor einiger Zeit bereits auf die Idee gebracht, mir einen kleinen Bonsai Baum anzuschaffen. Er wollte mich für die Struktur und die Gestaltungsmöglichkeiten eines Bonsai Baums begeistern…….und war damit tatsächlich auch erfolgreich.

Die Grundidee, sich einen winzigen Baum auf den Schreibtisch zu stellen, hat natürlich so schon einen gewissen Charme. Für mich persönlich war aber noch interessanter, den Bonsai selbst zu gestalten und auch ein Stück weit zu formen – also im Grunde das natürliche Wachstum zur Gestaltung zu nutzen.

Bevor ich mich wieder im Design verliere, möchte ich kurz darauf eingehen, welchen Bonsai ich gekauft habe und warum ich gerade diesen gewählt habe.

Mein Bonsai

Fokus auf den Ficus – Warum gerade diese Pflanze mein Büro-Bonsai werden sollte

Natürlich existiert in dem Sinne kein „Büro-Bonsai“. Tatsächlich sind die meisten Bonsai-Bäume auch nicht dafür gedacht, sie im Haus zu halten – meist brauchen sie viel Licht und auch Wärme, aber definitiv keine Heizungsluft. Nach einer kleinen Recherche zu dem Thema dachte ich mir: „Wenn es ein Bonsai sein soll, dann definitiv ein Ficus!“.

Die Vorteile eines Ficus Bonsai

  • Er braucht mittlere bis hohe Temperaturen (passt auf Hawaii ganz gut)
  • Er braucht viel Sonnenlicht (siehe oben)
  • Er hat kaum besondere Pflegeanforderungen (kein Gießen mit dem Messbecher)
  • Er ist recht widerstandsfähig gegen Parasiten

Was den Standort angeht, so steht der Bonsai Baum neben mir auf der Fensterbank, wo er wahrlich den ganzen Tag über mehr als genug Sonne abbekommt. Die Temperatur ist auch sehr angenehm für ihn – Frostschäden muss ich auf Hawaii wirklich nicht fürchten. Beim Gießen verzeiht der Ficus Bonsai etwas zu viel oder zu wenig Wasser – ich gieße einfach dann, wenn die Erde trocken ist. Was das Düngen angeht, so braucht er alle 1-2 Wochen etwas Flüssigdünger (das verwende zumindest ich).

Der Bonsai von meinem Bekannten

Einen Bonsai Baum gestalten – Die Architektur der Natur


Hier muss ich zu meiner Schande gestehen, dass diese „Gestaltung“, die ich ins Auge gefasst habe, noch ganz in den Kinderschuhen steckt. Was ich allerdings bisher dazu gelesen und teilweise auch gesehen habe, lässt Raum für meine Design-Fantasien:

  • Verschmelzung
    Durch das Drahten und Abspannen des Bonsai ist es möglich, das Wachstum und die Richtung des Wachstums zu beeinflussen. Sorgt man dann dafür, dass sich einzelne Strukturen aneinanderpressen, verwachsen diese miteinander – mit etwas Geschick auch in verschiedenen Mustern.
  • Luftwurzeln
    Ein Fincus Bonsai ist ebenso wie viele andere Arten in der Lage, sogenannte Luftwurzeln auszubilden. Damit das aber geschehen kann, braucht es eine Umgebungsfeuchte von knapp 100 Prozent – also etwa unter einer isolierten Glasglocke. Ich bin noch dabei, nach einer passenden Konstruktion für dieses Projekt zu schauen.

Zuletzt habe ich mir auch noch einen größeren Topf und ein paar dekorative Steine zugelegt – ich plane in jedem Fall, den Fincus Bonsai mit der Zeit über die Steine wachsen zu lassen. Vorher muss ich allerdings zusehen, dass mein „Experiment“ mit den Luftwurzeln auch wirklich gelingt. 

Zum Abschluss natürlich noch meine Frage an euch: Habt Ihr selbst auch Büropflanzen? Vielleicht auch einen eigenen Bonsai-Baum? Nutzt Ihr eine andere Pflege und wenn ja, aus welchem Grund? 

Ich freue mich auf die Diskussion mit euch! 

Euer Danny